Wann ist ein Freund ein “guter” Freund?

Jeder von uns hat doch Freunde. Ohne sie wäre das Leben nicht lebenswert. Man kann auf die Liebe verzichten und trotzdem glücklich sein. Aber ohne Freunde ist das einfach alles andere als leicht. Und, dass man den einen eben mehr mag, als einen anderen, das liegt auch in der Natur des Menschen. Ich selbst mache hier die Unterscheidung zwischen “Friends”, “Bekanntschaften”, “Kollegen” und “Freunden”. Das ist nur eine Aufzählung, keine Wertung. Man möge es als Schubladendenken bezeichnen, aber nicht jeder lässt sich in eine solche Kategorie einordnen, jeder ist da irgendwoanders angesiedelt.

Allerdings stelle ich mir vor allem aktuell die Frage: was macht einen wirklich guten Freund eigentlich aus? Beispielsweise, dass man sich trifft, wenn der Zufall es erlaubt/ermöglicht oder leicht(er) macht?

Ich jedenfalls sehe das so. Ich bin auch gerade in der Situation, dass ich merke, wie ich mich vielleicht früher schon getäuscht habe in meinem “besten Freund”, der es über Monate war – zumindest von meiner Seite, ich wäre ihm auf jeden Fall sehr wichtig gewesen, hatte er bei Zeiten von sich gegeben.

Bin ich da zu anspruchsvoll oder weltfremd, wenn ich in dieser aktuellen Situation sage: das ist unverständlich? Besagter Freund hält sich sehr gerne an einem Ort auf, der nur unter bestimmten Bedingungen frei zugänglich ist. Und in meinem jetzigen “Zustand” habe ich (trotz der ebenfalls erfüllten Bedingungen) keinen Zutritt zu diesem Ort. Ich halte mich ganz in der Nähe an einem ähnlichen Ort auf, wo auch er problemlos Zugang hat, schließlich handelt es sich um ein öffentliches “Restaurant”. Auch, wenn wir in der letzten Zeit viele Probleme, große wie kleine, hatten, welche sein aktuell negierendes Verhalten erklären, so war es in unserer besten Zeit nicht viel anders.

Er hätte mich sehr wohl hier besuchen können, mir die Zeit versüßen können, Quatschen, Spaß haben – was man halt unter Freunden so macht. Warum macht ein Mensch so etwas nicht, für den ich wichtig bin, dem ich etwas wert bin. Gut, war. Aber trotzdem.

Ich weiß nicht so recht, wie ich darüber denken soll. Was meint ihr?

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