Friedensnobelpreis & Zivilcourage

Ich folge jetzt einfach mal dem @Teilzeithippie_ und schreibe den Blogpost, den ich ohnehin schon in der Stadt im Kopf mir ausgedacht hatte. Naja, eigentlich nur den Titel, aber egal.

Warum bin ich heute Nachmittag nach München gefahren? Ich brauchte neue Schuhe für den (wohl sehr schnell nahenden Einzug vom) Winter. Alle möglichen Läden hatte ich abgeklappert, nichts gefunden. Entweder nicht in meiner Größe vorhanden (ich habe leider nicht die kleinsten Füße zugegeben), viel zu teuer oder es gibt nichts, was mir gefällt. Das ist aber gar nicht das Thema. In München am Hbf angekommen setzte ich mich erst einmal in die DB Lounge, schnappte mir eine Tasse und trank erstmal einen guten Kaffee und las ein wenig im “Business-Update” der Welt kompakt. Dort stand gleich auf der Titelseite, wem der Friedensnobelpreis für das Jahr 2013 verliehen werde – zu meiner Überraschung nämlich nicht an die kleine Malala.

Ich möchte das an dieser Stelle einmal definitiv monieren, denn meiner Ansicht nach hätte die kleine den Preis sehr viel eher verdient. Ich will damit die Aufgabe der Arbeiter gegen die C-Waffen in Syrien und Co. überhaupt nicht in Frage in Stellen. Aber meiner Ansicht nach gehört extremst viel Mut dazu, sich als 16-jähriges Mädchen so unermüdlich gegen eine mächtige Terrororganisation, die Taliban, aufzulehnen und sich trotz offenen Morddrohungen einfach nicht unterkriegen zu lassen, immer und immer weiter zu kämpfen. Ich habe höchsten Respekt vor ihr. Aus meiner Sicht hat sie den Preis ganz klar verdient. Den Zeitungsartikel dazu habe ich auch mal fotografiert für euch:

Titel-Artikel der Welt zum Friedensnobelpreis (klick mich)

Titel-Artikel der Welt zum Friedensnobelpreis (klick mich)

Nachdem ich meinen Kaffee ausgetrunken und mich wieder auf den Weg machte in Richtung Innenstadt, genauer gesagt zum Marienplatz, nahm ich dorthin die S-Bahn – zurück zum Hauptbahnhof wollte ich ohnehin laufen. Die Rolltreppe vom S-Bahngleis ins Zwischengeschoss war allerdings abgeschaltet und eingezäunt, wohl in Reparatur. Also mussten alle die Treppe nehmen, da war natürlich viel los. Klar, war ja auch Freitag Nachmittag, 16:30. Ich ging ganz am rechten Rand der Treppe, hat sich so ergeben. Als ich oben angelangt war, stürzte plötzlich eine Frau auf der letzten Stufe zu Boden. Das hatte ich so schnell gar nicht bemerkt, weil sie 1m links hinter mir ging. Aber zu meinem Erstaunen, haben sofort ohne nachzudenken zwei Männer neben ihr sie gegriffen, ihr aufgeholfen und sich liebevoll um die alte Dame gekümmert. Sie war wohl auf und sagte, ihr wäre plötzlich schwindelig gewesen.

Vor einiger Zeit ist in München ja der durchaus bekannte “Dominik Brunner” gestorben, der Zivilcourage zeigte, jemanden vor ein paar Schlägern schützen wollte und dabei selbst zum Opfer geworden ist, weil ihm niemand half. Insofern macht es mich wirklich glücklich, wenn man wie in dieser Situation ganz klar erkennen kann, dass die Menschen doch ganz selbstlos dazu bereit sind, ihren Mitmenschen zu helfen. Es ist leider keine Selbstverständlichkeit, aber es ist schön zu sehen, dass es sie gibt!

Zum Schluss noch zwei Fotos von anderen “Zeitungen”:

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