Solidarität mit dem “Bock-Küsser”

Ich weiß es zwar (noch) nicht aus sicherer/seriöser Quelle, aber scheinbar ist es heute Vormittag im Hauptbahnhof zu Stuttgart mal wieder passiert. Nein, keine Entgleisung von irgendwelchen (Mess-)Zügen, sondern ein Zug ist auf einen Prellbock aufgefahren. Ein Prellbock ist zwar genau dafür gemacht, dass nichts passiert, auch wenn man drauf fährt, aus welchem Grund auch immer.

Aber es ist kein Grund, sich darüber lächerlich zu machen mit Begriffen wie “Bock-Küsser” oder Aussagen wie: “Wenn man einen ICE nicht füttert frisst er eben einen Bock” – ich habe dafür keinerlei Verständnis mehr.
Ganz im Gegenteil, der Kollege Lokführer, dem das passiert ist, wird jetzt leider richtig Ärger kriegen. Und das will natürlich keiner. Ich will das nicht verharmlosen oder in irgendeiner Weise schön reden. Ganz klar, sowas darf nicht passieren.

Trotzdem ist es mehr als unfair, diese Leute auszulachen, wenn es ihnen passiert. Denn das macht keiner mit Absicht. Und das sage ich vor allem aus Sicht eines Kollegen. Aber auch Betriebs- bzw. Konzernfremde Menschen sollten sich da meines Erachtens an die eigene Nase fassen: hättet ihr es gerne, dass man euch verspottet? In sozialen Netzwerken und vor allem in der Regenbogenpresse (wozu ich vor allem mal die BILD zähle)? Wirklich, das will keiner.

Denkt mal drüber nach und lasst den Scheiß. Wir sind keine kleinen Kinder mehr. Jedenfalls die meisten von uns.

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