Und plötzlich ist alles ganz anders

Ja, wie wohl die meisten mitbekommen haben: vor ein paar Monaten hatte ich mich mit meinem damals besten Freund und einer großen Liebe zerstritten. Etwa einen Monat später näherten wir uns langsam wieder an und begannen wieder Freunde zu werden.
Durch dumme Umstände und so kam es dann ja dazu, dass wir uns völlig verkrachten, zunächst noch einen “kalten Krieg” führten und später zum Glück das Kriegsbeil begraben und Frieden schließen konnten. Einfach leben und leben lassen. Das war die Devise. Theoretisch…

Wie es eben so ist: durch einen weiteren Zufall haben wir in jüngster Zeit wieder Kontakt gefunden, uns sogar persönlich mal wieder gesehen, geplaudert und so weiter.

Ich bin darüber auch ganz froh. Nicht nur für mich, sondern auch für meine bzw. unsere gemeinsamen Freunde (und das sind eben nicht gerade wenige). Mit ihnen hatte ich natürlich auch viel darüber geredet, das erklärt sich von selbst – und sie taten mir von Anfang an allesamt in einer Hinsicht leid: ab sofort mussten sie sich stets für einen von uns beiden “entscheiden”. Zusammen mit uns beiden Zeit verbringen war von da an auch nicht mehr möglich. Das und ein anderer Umstand führte dazu, dass ich jemanden fast gar nicht mehr sah, der viel Zeit mit ihm verbrachte und immer noch verbringt.

Aber diese Zeiten sind gottlob vorbei. Wir haben erkannt, dass es Quatsch ist, sich ständig zu versuchen aus dem Weg zu gehen und sich zu ignorieren, koste es, was es wolle. Das klappt vor allem in dem Millionendorf München einfach nur ganz schlecht. Kann man versuchen, so viel man es will, irgendwann passiert es. Garantiert.

Jetzt ist allerdings etwas passiert, womit ich so nicht gerechnet habe und mir wurde bewusst: die Fronten haben sich komplett gedreht. Jetzt bin ich unter anderem derjenige, der sich zwischen zwei Menschen, die er beide sehr, sehr gern hat, entscheiden muss. Warum? Weil es wohl nicht mehr funktionierte.

Ich kann, will und werde mich da nicht einmischen und will für beide einfach nur ein guter Freund sein und bleiben. Oder es zumindest versuchen – beides.

Es ist für mich eine bisher nicht bekannte Situation, ich bin mal gespannt, wie das nun weiter geht. Der Umgang zwischen mir und den beiden bzw. auch zwischen ihnen selbst. Wenn ich mal die zwei gescheiterten Freundschaften zwischen Hendrik (siehe oben) und mir betrachte, dann bleibt mir nur zu hoffen, dass die Zeit auch in dieser Sache ihr Können zeigt und die Wunden heilen lässt.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

P.S.: in eigener Sache: Hendrik, Hendrik, Hendrik, Hendrik, Hendrik, Hendrik, Hendrik, Hendrik, Hendrik, Hendrik, Hendrik, Hendrik, Hendrik, Hendrik, Hendrik, Hendrik, Hendrik, Hendrik, Hendrik, Hendrik, Hendrik. Muss man nicht verstehen. Einfach weil ich kann.

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