Ein weiterer Lego-Stein mit meinem Namen

Ich weiß, welch unglaublich unkreativer Witz, dieser Titel. Richtig flach. Was ich damit sagen will? Ich bin auf Twitter blockiert worden. Nicht das erste Mal, aber doch allemal amüsant – wie ich zumindest finde.

Wie geht es los? Es gibt einen Twitterer, den @Smirne76. Kennengelernt habe ich ihn ursprünglich durch Kommentare seinerseits auf meinem Bahnblog “Im Bahn-Rausch”. Als ich zu Twitter kam vor etwas über einem Jahr, habe ich auch ihn gefunden dort. Lange geschrieben, nach vielen Monaten zum ersten Mal real in einer S-Bahn getroffen per Zufall.
Seitdem haben wir uns einige Male zufällig am Hauptbahnhof gesehen und manchmal auch nicht.

Was mir schon immer auffiel: er übertreibt gerne mal und schimpft sehr viel, auch über die Bahn (ich kann das öffentlich schrieben, weil auf Twitter nachzulesen) – oder gerade darüber eigentlich. Habe das immer hin genommen, aber irgendwann übertreibt jeder mal. So kam es dazu, dass ich mal wieder per Twitter an @DB_Bahn meldete, was an einem Bahnhof kaputt ist. Speziell ging es um die Schaukastenbeleuchtung an einem Bahnsteig am Heimatbahnhof. Seine Reaktion (nach Gedankenprotokoll): “Lass das mit dem Melden, das interessiert da sowieso wie immer keinen!” – Ich äußerte mich dann vorsichtig bestimmt, dass er doch bitte aufhören solle, sich da so einzumischen mit solchen Ausdrücken.

Kurz darauf habe ich festgestellt, dass ich lange nichts mehr von ihm in meiner Timeline gelesen habe. Nachdem er einmal aufgetaucht war in meinen Mentions, aber mir nicht direkt angezeigt wurde, guckte ich mal nach: er folgt mir nicht, ich ihm nicht. Dieser Status lässt sich nur durch (evtl. kurzzeitiges) Blockieren eines Users herstellen. Ich interpretierte das als seine Reaktion auf meine Äußerung ihm gegenüber, er solle sich zügeln.

Gut, das ließ ich einfach mit dem Gedanken “Lol.” im Raum stehen. War aber neugierig und wollte wissen, ob er mich blockiert habe oder nicht. Konnte ihm wieder folgen, also nicht. Ich entfolgte ihm wieder, wenn er das so haben will. Machte mir keinen Gedanken darum. Das bekam er natürlich auch angezeigt, “wunderte” sich darüber, ich sei ihm entfolgt und paar Tage drauf folgte er mir wieder. War noch am Überlegen, ob ich es auch wieder tun solle. Hatte aber selbst mit weitaus anderen Dingen zu tun – viel Arbeit, diverse Verpflichtungen, andere soziale Kontakte pflegen und so weiter. Da war das einfach zweitrangig.

Man muss dazu sagen, wir haben uns zwar oft gesehen am Hauptbahnhof, aber ich ihn oft nicht. Ich bin oft an diesem Ort, um anonym zu sein, Gedanken fliegen zu lassen etc. Und in solchen Momenten, wenn ich in Gedanken versunken und “blind” durch den Hbf schlendere achte ich auf keine speziellen Menschen. Oder aber ich bin nicht alleine unterwegs – in solchen Fällen hat mein “Zeit-Partner” meine volle Aufmerksamkeit. Und wenn man dann nicht auch aktiv auf mich zu geht (was seinem Verhalten entspricht), achte ich eben auf niemand anderes. So habe ich ihn einige Male übersehen. Völlig ohne bösen Hintergedanken, total unabsichtlich. Und mit Reue. Habe mich ja stets ehrlich entschuldigt, wenn ich ihn wieder einmal übersehen habe.

Dann heute Abend, ich auf dem Weg von Augsburg nach München, den @Erdnussflip_ noch empfangen wollend. Lese in Tweetbot eine neue Mention:

 

Ich nehme ihm das halt einfach nicht ab. Wieso sollte genau nach diesem Zeitpunkt ausgerechnet bei ihm so ein Fehler auftreten? Nein, das ist unrealistisch. Für mich eine “Ausrede” (das klingt so hart), für eine Tat, die man insgeheim bereut.
Aber es sollte noch weiter gehen, ich schrieb eben einfach, ich nähme ihm das nicht ab, wofür ich allen Grund habe, wie ich finde. Was schreibt er dann plötzlich, was mich total schockiert hat und mir echt dachte: “Wow, verdammt! Wie blind bist du eigentlich?!”

 

Tja, was muss man danach hören?

 

In dieser Konsquenz hat er mich nun also blockiert.

Ich wusste immer, dass ich nicht normal bin:

Und weiter:

Oh, ich bin ein Arschloch? Ha, was für ein Kompliment! Und das ist noch gar nicht mal sarkastisch gemeint! Er hat mich einmal mit nacktem Oberkörper gesehen und danach angedeutet, dass er mich sehr heiß findet. Und sind nicht die heißesten Kerle die größten Arschlöcher? Danke, ich bin also doch ein heißes Kerlchen! :3

“Er hat aber angefangen!!!” – Lol, das ist ja wie im Kindergarten :’D Warum ich das alles schreibe? Es ist so eine Art Entschuldigung für das, was ich (nicht) getan habe, ein Versuch einer Erklärung der vorgefallenen Dinge, ein Abschluss und eine Art Warnung alle anderen: es kommt eben ab und zu mal vor, dass ich völlig losgelöst an Menschen vorbei laufe, sie nicht beachte, weil ich einfach in Gedanken versunken bin. Das Gute ist allerdings, dass er hier der erste ist, der damit ein ernsthaftes Problem hat. Bisher hat mir das keiner übel genommen. Mit mir braucht man Geduld. Wer die nicht hat, für den ist es möglicherweise wirklich besser, den Umgang mit mir zu unterbinden. Und wenn ich jetzt sehe, wie hinterher geschossen wird: ich trauere ihm nicht hinterher. Dann eben nicht. Ich bin trotzdem glücklich – dazu brauche ich ihn nicht. :)

Alsdann, ich wünsche eine gute Nacht! :3

One thought on “Ein weiterer Lego-Stein mit meinem Namen

  1. Eure, naja, ich nenne es mal Meinungsverschiedenheit, hab ich ja ganz gut verfolgen können und nicht selten habe ich irgendwas gesucht, was meinem Dickschädel stand halten könnte, wo ich eben diesen gegen schlagen kann. Keine Sorge, dieses Verlangen habt ihr beide bei mir hervorgerufen. Hab’s dann aus Mangel an Schmerztabletten für die danach zu erwartenden Kopfschmerzen aber doch lieber sein gelassen. Dass Twitter es in fast schon regelmäßigen Abständen schafft gegenseitige Followings mal eben zu vergessen ist kein Geheimnis und das sollte auch jemand, der bald seinen ersten Jahrestag auf Twitter feiern kann auch schon mal bemerkt haben. Der Zeitpunkt, von dem du berichtest, war wieder so einer. Es ist bei einigen, nicht wenigen vorgekommen, dass sie sich nicht mehr folgten. Ist auch mir auch schon häufiger mal passiert und das ist nicht durch zeitweiliges blockieren geschehen. Dass Marcus seinem Ärger auch mal Luft macht kommt vor. Mache ich auch und ich muss auch sagen seit dem du beim Fernverkehr arbeitest reagierst du ziemlich empfindlich, wenn man über die Bahn wettert. Lass die Menschen sich doch darüber ärgern, wie scheiße die Bahn doch sei, sobald du dir das mit zu Herzen nimmst, fängst du an dich selbst kaputt zu machen. Zugegeben, die in Berlin können nicht mehr machen, als das Personal vor Ort zu informieren. Das weißt du, das weiß ich. Aber eben nicht jeder. Was am Ende passiert liegt auch nicht in der Macht vom Serviceteam. Ich habe manchmal das Gefühl, einige Leute scheinen das zu vergessen. Auch Marcus. Da du aber noch den Kindergarten erwähnst: Das letzte Viertel ist auch von deiner Seite aus nicht besser. Wer hier wen heiß findet ist nun nicht gerade eine Information, die man so öffentlich nicht unbedingt breit treten muss, schon gar nicht in einem solchen Kontext.

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