Der alltägliche Wahnsinn

Da ich gerade Zeit habe in meiner Bereitschaft möchte ich euch mal ein wenig aus meinem Alltag und dem “Wahnsinn”, den man so als Lokführer Tag ein Tag aus erlebt, berichten. Es geht dabei um meine Schicht vorgestern, Stuttgart und zurück.

Begonnen hat es in der Früh um ca. 7 Uhr. Der erste Weg führt mich dabei in meiner Dienststelle zum Lokleiter. Bei ihm erhalte ich meine Schicht, meinen Einsatzplan für die nächsten Tage und alles wichtige an betrieblichen Unterlagen für meine Fahrt. Noch schnell die Wasserflasche aufgefüllt – man will ja unterwegs nicht verdursten – und dann ging ich auch wieder runter in die Halle vom Hauptbahnhof. Continue reading

Noch so ein Tag…

Eigentlich hatte ich ja eher weniger vor, direkt nach dem gestrigen Artikel heute gleich wieder einen solchen zu schreiben. Aber die Situation verlangt irgendwie geradezu danach.

Was ist passiert? Es fing schon vor Dienstbeginn an: ich war gut 20 Minuten zu früh da -.-
Ich hätte schwören können, eine andere Uhrzeit gelesen zu haben, aber okay, so hatte ich noch Zeit für ein kleines, zweites Frühstück. (Und hey, immerhin zu früh da – das ist das weitaus geringere Übel!)

Beginnen sollte mein Arbeitstag dann also erst einmal mit einer

Continue reading

Was ein Tag!

Puh, was für ein Tag heute.

Aber einmal ganz von vorne: mein Tag heute startete um 3:25 Uhr, der erste Wecker klingelte. Fünf Minuten später folgte auch schon der zwei (diesmal der penetrante). Das muss bei mir sein, ich hasse es, früh aufzustehen. Aber bei Dienstbeginn um 5:30 Uhr morgens am Münchner Hauptbahnhof bleibt mir leider nichts andere übrig als mit der ersten S-Bahn um kurz vor halb fünf zu fahren.

Pünktlich am Hauptbahnhof angekommen, in der Lokleitung zum Dienst gemeldet, Schichtenblatt genommen, der Anruf beim Disponenten: Continue reading

1900-km-Spritztour

oder auch “Ein Ausflug ins Graue” – ihr wisst schon, ein Winter ohne Blattgrün und ohne Schnee.

Um genau zu sein: die Kilometerzahl oben ist eigentlich gelogen. Es sind nämlich 1906 km. Aber man muss ja nicht auf die Spritze, äh Spitze treiben.
Begonnen hatte es einen Tag vorher – mein eigentliches Vorhaben für den Tag entfiel spontan und ein guter Freund (@wasserpanther) wollte mal wieder nach NRW fahren, also spielte ich spontan – mal wieder – die Anti-Langeweile-und-Grund-zweiter-Klasse-zu-fahren-Begleitung :D Continue reading

Und plötzlich bist du in Würzburg Hbf bei McDonald’s

Es sind gerade Herbstferien im Süden – und zwar parallel in Bayern und Baden-Württemberg. So dachte sich ein Twitterer namens “@HerrLevin_“: “Ich hab Geld für ein Bayern-Ticket, da könnte man doch wen besuchen fahren.” (wer sich jetzt denkt: ‘hä? Der wohnt aber doch in Ba-Wü?!’ Dem kann ich nur sagen: das geht schon ;-) )

Ich hatte auch Zeit, ihn länger nicht mehr gesehen und so schnell war es ausgemacht: heute Mittag in München. Seine Hinfahrt konnte natürlich erst um 9 Uhr beginnen und verlief auch nicht planmäßig, ein nur alle zwei Stunden verkehrender Zug fiel aus, das schmeißt natürlich den Zeitplan gehörig durcheinander. Gesehen haben wir uns dann erst kurz vor 16 Uhr. Zu doof, dass seine letzte Verbindung heimwärts von München aus allerdings schon wieder kurz vor 18 Uhr startet.

Hatten uns im Münchner Hauptbahnhof also zuerst einmal ein erfrischendes Kaltgetränk und ein koffeinhaltiges Heißgetränk gegönnt, um erstmal in Ruhe zu klären: was machen wir überhaupt? Ich hätte ich ein paar Ideen gehabt, in München gibt es ja doch ein paar Dinge, die sich dafür eignen. Allerdings ist die Zeit uns im Nacken gesessen. Alternativplan? Continue reading